NFG-WInGegenstand

Gegenstand

Der steigende Grad an Mobilität, Vernetzung und Zugänglichkeit von Informationen wirkt sich neben der Forschung auch auf wissenschaftsnahe Bereiche wie Lehre, Wissensmanagement und das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit aus. Zunehmend werden zur Unterstützung der Lehre (eLearning) auch erweiterte Möglichkeiten der Online-Kommunikation und -Kooperation wie Foren, Chats und Wikis eingesetzt. Mehr und mehr stützt sich die Organisation von Prüfungen auf netzbasierte Dienste, und auch das Forschungsmanagement und die Messung des laufenden Forschungsoutputs werden via Internet durchgeführt. Zudem wird die öffentliche Wahrnehmung von Universitäten und Forschungseinrichtungen maßgeblich über Darstellungen im Netz beeinflusst, nicht nur auf institutionellen Websites, sondern auch in sozialen Netzwerken, auf Videoplattformen und in virtuellen Umgebungen.

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Eine systematische interdisziplinäre Untersuchung der vielschichtigen Auswirkungen auf den Wissenschaftsbetrieb, die sich aus der zunehmenden Nutzung des Internets ergeben, steht noch aus. Die bisherige Forschung konzentriert sich größtenteils entweder auf einzelne Disziplinen und Nutzungskontexte oder erschöpft sich in der Untersuchung technischer Fragen, ohne den wissenschaftskulturellen Rahmen als Einflussfaktor für Akzeptanz, Einsatzart und Verständnis netzbasierter Dienste in ausreichender Weise zu berücksichtigen. 

 

Gleichzeitig erkennt die Politik eine Schlüsselrolle für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Bildung und Wissenschaft und betont im Besonderen den Aspekt der Mensch-Computer-Interaktion (Human-Computer-Interaction), also den Einfluss von IKT auf Prozesse wie Kommunikation, Kollaboration und Wissenserwerb. Das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission stellt den Aspekt Science in Society, also die Untersuchung des Wissenstransfers zwischen Forschung und Gesellschaft, als politisch relevanten Untersuchungsgegenstand heraus.

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